Wenn von der Übertragung von Geschlechtskrankheiten die Rede ist, denken viele an ungeschützten Sex. Aber Geschlechtskrankheiten können auch durch direkten Kontakt mit Blut übertragen werden. Dieses Risiko wird oft übersehen, ist aber ebenso wichtig.
Blut kann auf verschiedene Weise in Kontakt kommen, zum Beispiel durch kleine Wunden, Risse in der Haut oder durch die gemeinsame Benutzung von Nadeln. Dies geschieht hauptsächlich bei Tätigkeiten wie Injektionen, Tätowierungen oder auch unhygienischen Piercings. Aber auch bei sexuellen Kontakten können kleine Wunden an den Schleimhäuten einen Weg für die Übertragung von STIs darstellen.
Einige Geschlechtskrankheiten lassen sich leichter durch Blut übertragen als andere. Hepatitis B und C zum Beispiel sind bekannte Viren, die durch Blut übertragen werden. Auch HIV kann durch Blutkontakt übertragen werden, selbst in geringen Mengen. Diese Infektionen können schwerwiegende Folgen haben, weshalb die Prävention so wichtig ist.
Vorbeugen ist besser als heilen. Die gemeinsame Benutzung von Nadeln sollte strikt vermieden werden, und wenn es um Tätowierungen oder Piercings geht, sollte man sich immer für ein professionelles und hygienisches Studio entscheiden. Bei Sex, bei dem die Gefahr eines Blutkontakts besteht, wie z. B. beim Analverkehr, sollten Sie immer ein Kondom und eventuell ein Gleitmittel verwenden, um das Risiko von Wunden zu verringern.
Hatten Sie möglicherweise Kontakt mit infiziertem Blut? Wenn ja, sollten Sie nicht warten. Es ist wichtig, so schnell wie möglich einen Arzt aufzusuchen oder einen Selbsttest durchzuführen. Je früher eine Infektion erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine wirksame Behandlung. Vorbeugende Maßnahmen wie die PEP (Postexpositionsprophylaxe) können manchmal auch in Betracht gezogen werden, wenn das HIV-Risiko noch nicht lange besteht.
Obwohl sich die meisten Menschen auf den sexuellen Weg der STI-Übertragung konzentrieren, sollte das Risiko durch Blut nicht ignoriert werden. Seien Sie sich der Gefahren bewusst, treffen Sie vorbeugende Maßnahmen und suchen Sie im Zweifelsfall einen Arzt auf. Auf diese Weise schützen Sie nicht nur sich selbst.